Dieser Shelby GT ist bereits die dritte moderne Mustang-Variante, die in Zusammenarbeit zwischen Carroll Shelby und Ford entsteht. Der Leistungszuwachs findet eine einfache Erklärung. „Wir haben statt des automatischen Getriebes ein manuelles Schaltgetriebe eingebaut, und dieser Kunstgriff sorgte vornehmlich für mehr Leistung“, bemerkte ein grinsender Carroll Shelby. Der alte Haudegen, dessen Shelby-Cobras Motorsport-Geschichte mitgeschrieben haben, hat natürlich mit einem vergrößerten Lufteinlass und modifizierter Auspuffanlage ein
wenig beim Kraftzuwachs nachgeholfen. Auch optisch wirkt dieser Shelby-Mustang aggressiver als der Vorgänger. So erinnert die Lufthutze an den berühmten Cobra, und auch die Lufteinlässe vor den Hinterrädern hinterlassen eine sportliche Note, die durch den traditionellen Streifen-Look unterstrichen wird.
Auch das Fahrwerk wurde gestrafft, und zwar durch ein Derivat des „Ford Racing Handling Pack“, eingebaut im Ford FR500C, der 2005 die Grand-Am-Meisterschaft gewann. Insgesamt liegt der Shelby GT viel satter auf der Straße – also ohne große Wankneigungen - bei schnellen Lastwechseln. Schließlich wurde er gut drei Zentimeter tiefer gelegt. Bescheiden nehmen sich allerdings die serienmäßigen Reifen-Dimensionen aus: P235/55ZR18. Doch gibt es hier genügend Nachrüst-Möglichkeiten, die bis zur reinen Rennversion reichen. „ Dieser GT macht auf der Piste bestimmt viel Spaß, in ihm pocht die Seele des Mustang GT mit einem ganz kräftigen Herzen“, so Shelby. Am Sound mangelt es ohnehin nicht, selbst bei der Straßenversion. Wer jedoch richtig Power will, greift zum Shelby GT500 mit 500 PS.
autogericke.de / 15.08.06