Im Jahre 1952 modelte George Hartwell, Rootes-Händler in Bournemouth und brillanter Rallyefahrer, für seinen eigenen Gebrauch ein Sunbeam-Talbot 90 Mk IIA Drophead Coupé um in einen offenen Zweisitzer. Nicht nur, dass die Privatinitiative vom Management der Rootes-Gruppe, die sich die maroden Reste der Firmen Talbot und Sunbeam im Januar beziehungsweise Juli 1935 einverleibt hatte, abgesegnet wurde. Man beschloss sogar, Hartwells Hybriden in eigener Regie herzustellen.
Der Underslung-Kastenrahmen des Basismodells wurde zu diesem Behufe verstärkt, und allgemeinem Rootes-Usus entsprechend, waren die Vorderräder an Trapez-Dreieckquerlenkern und Schraubenfedern, die hinteren an einer Starrachse mit Halbelliptikfedern geführt. Der Reihenvierzylinder leistete 80 PS, wo sich der rundliche Typ 90 Mk IIA mit drei weniger bescheiden musste.
Der Name Alpine sollte die Erfolge des Konzerns bei der Alpenrallye, 1949 mit Peter Monkhouse und Hartwell selbst, 1952 mit Stirling Moss und John Cutts, ins Gedächtnis zurückrufen. Zur Beglaubigung gewann Moss mit einer von der Rootes-Rennabteilung präparierten Version bei dieser Veranstaltung im Juli 1953 und im darauf folgenden Jahr erneut den Coupe des Alpes, zum dritten Mal hintereinander, eine alpine Kombination gewissermaßen. Ansonsten aber stand das Sunbeam-Adoptivkind, ein bisschen übergewichtig, nicht sonderlich beweglich und ziemlich temperamentlos, stets auf verlorenem Posten gegen die überdies preiswerteren Konkurrenten Triumph TR2 und Austin Healey 100.
Und so legte man 1955 nach zwei Bauserien und rund 3000 Exemplaren – die genauen Ziffern sind verschollen – eine Denkpause ein.