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Mercedes-Benz SLR 722 Edition
Debüt 2006
Technische Details
Hersteller Mercedes-Benz
Baureihe SLR McLaren
Typ SLR 722 Edition
Bauzeit ab 2006
Motor V8 Kompressor
Hubraum 5439 cm³
Bohrung/Hub 97 / 92 mm
Leistung 650 PS / 478 KW
bei 6.500 U/min
Drehmoment 780 Nm
bei 3.250 U/min
Gewicht 1703 kg
Leistungsgewicht 2.62 kg / PS
0 - 100 km/h 3.6s
0 - 200 km/h 10.2s
Vmax337 kmh





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Mercedes-Benz SLR 722 Edition
Um den Verkauf des sündhaft teuren Super-Sportwagens Mercedes-Benz SLR McLaren wieder anzukurbeln, folgte im August 2006 eine Evolutionsstufe, die freilich auf 150 Exemplare limitiert wurde. Diese Edition, die die Startnummer – identisch mit der Startzeit bei der Mille Miglia 1955 – von Stirling Moss und dem kleinen Rauschebart Denis Jenkinson als Copilot trägt, zeichnet sich durch noch mehr Sportlichkeit aus. Dem 5,5-Liter-Kompressor-Triebwerk entlockt AMG 650 PS (anfänglich waren es 626 PS). Das Zusammenwirken von Leistung und den vorwählbaren Getriebe-Programmen (manuell, Sport oder Komfort) wurde verfeinert und drückt sich in besseren Sprintqualitäten aus. Zwei Zehntel-Sekunden werden bis 100 km/h herausgeholt, und den Spurt auf 200 km/h, für den der SLR 10,6 Sekunden benötigt, absolviert der Editions-SLR in 10,2 Sekunden. Tempo 300 wird in 28 Sekunden erreicht. Im Vergleich mit einigen Konkurrenten der Spitzenklasse befindet er sich mit seiner Höchstgeschwindigkeit von 337 km/h in bester Gesellschaft: Der Ferrari 599 GTB Fiorano bringt es auf 335 km/h und die jüngste Pagani-Zonda-Generation brüstet sich mit 340 km/h.

Mit straffer abgestimmten Federraten und Stoßdämpfer-Kennungen des um einen Zentimeter tiefer gelegten 722 Edition verbessert sich, so das Werks-Statement, die Fahrdynamik spürbar. Im Klartext: höhere Kurvengeschwindigkeiten durch reduzierte Wankbewegungen. Neue 19-Zoll-Räder für den Einbau von größeren Carbonfaser-verstärkten Keramik-Bremsscheiben (Diameter 390 mm) an der Vorderachse zollen der Nähe zum Rennsport Tribut. Besonders intensive Arbeit im Windkanal führte zu einer markant geformten Spoilerlippe, die den Abtrieb an der Vorderachse um 128 Prozent erhöht. An der Hinterachse verbesserte sich die „Downforce“ um 13 Prozent. Faszinierender Nebeneffekt: Statt der eigentlich zu erwartenden Verschlechterung (sprich Erhöhung) des Luftwiderstands-Beiwertes, konnte dieser sogar marginal gesenkt werden.

Das Interieur dieses Kraftwerkes mit der endlos langen Motorhaube besticht durch einen Material-Mix aus Semi-Anilin-Leder und Alcantara mit roten Kontrast-Nähten und der ebenfalls in Rot (wie 1955 beim Mille-Miglia-SLR) gehaltenen Zahl 722 als Prägung in den Kopfstützen. Last but not least sind auch die Sicherheitsgurte rot gefärbt. Als Zugeständnis an die Formel 1 ist der Werkstoff Carbon in reinster Form auch in der Mittelkonsole verewigt. Klassische Rundinstrumente, signalrot hinterlegt, ein AMG-Racetimer, Sportlenkrad, mit Leder und Wildleder bezogenem Kranz und Aluminium-Schaltwippen vermitteln einen Hauch Motorsport, montiert in den „heiligen Hallen“, der Rotunde von McLaren, Woking, Grafschaft Surrey, England.

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