Aston-Martin-Chef Dr. Ulrich Bez ließ bei der Präsentation des neuen V8-Roadsters im November 2006 in Los Angeles keinen Zweifel daran, eine von Ford unabhängige Modellpolitik zu verfolgen. Man könne sich von einem Massengut-Hersteller kein Korsett anlegen lassen, wäre andererseits im Entwicklungsbereich auf die vielfältigen Möglichkeiten, die der Weltkonzern zu bieten habe, angewiesen. So ist für die britische Sportwagen-Marke, deren 1600 Mitarbeiter immerhin 6000 Fahrzeuge pro Jahr fertigen, eine Restbeteiligung von Ford mit rund 20 Prozent durchaus erwünscht.
Der 4,38 Meter lange und 1, 87 Meter breite Roadster (Basis V8 Vantage) mit dem 385 PS starken 4,3-Liter-Motor ist ein klassischer Zweisitzer mit einem versenkbaren Stoffverdeck, das samt der beheizbaren Heckscheibe aus Glas innerhalb von 18 Sekunden unter einer festen Abdeckung hinter den Sitzen verschwindet. Das Aufklappen – bis 50 km/h möglich – vollzieht sich wie von Geisterhand. Leider reduziert sich das Kofferraum-Volumen auf 144 Liter.
Aufgrund des verstärkten Aluminium-Chassis wiegt das Cabrio rund 100 Kilo mehr als as Coupé, und bringt ein Leergewicht von 1710 Kilo auf die Waage.
Die Kraftübertragung – Hinterradantrieb, manuelles 6-Gang-Schaltgetriebe oder optionale Automatic mit Schaltwippen am Lenkrad, Transaxle-Bauweise des Getriebes und Differenzialsperre - ist mit der des Coupés ebenso identisch wie das sportlich- komfortabel abgestimmte Fahrwerk mit optional erhältlichen 19-Zoll-Rädern. Dazu passen ideal die Pirelli PZero Corsa (245er vorn 295er hinten).
Das geschmackvolle Lederinterieur mit geschickt verteilten Metallumrandungen des Armaturenbrettes und der übersichtlich angeordneten Tastaturen und Drehknöpfe auf der Mittelkonsole entsprechen dem hohen Qualitäts-Niveau von Aston Martin. Für die Begleitmusik des klimatisierten Roadsters sorgt ein Soundsystem mit Sechsfach-CD-Wechsler.
Der wie das Coupé 280 km/h schnelle Roadster (Beschleunigung von 0 auf Tempo 100 in gut fünf Sekunden) besticht durch seine klare Linienführung und soll Aston Martins Autofrühling 2007 zusammen mit dem DBS, dem im Film Casino Royale von „James Bond“ gesteuerten Coupé auf Basis des DB9, einleiten.