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Aston Martin DB1
Debüt 1947
Technische Details
Hersteller Aston Martin
Baureihe DB1
Typ DB1
Bauzeit 1948 - 1950
Baujahr 1950
Motor 4 Zylinder Reihenmotor
Hubraum 1970 cm³
Bohrung/Hub 82.55 / 92 mm
Leistung 90 PS / 66 KW
Gewicht 1145 kg (trocken)
Leistungsgewicht 12.72 kg / PS
Vmax127 kmh


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Bei seiner täglichen Lektüre der Times entdeckte der britische Industrielle David Brown im Herbst 1946 eine auffällige Anzeige. Zwischen bibliophilen Raritäten und martialischen Souvenirs an den Zweiten Weltkrieg wurde da eine komplette Sportwagenfabrik feilgeboten.

Brown ging der Sache nach und stellte überrascht fest, dass es die renommierte Auto-Schmiede Aston Martin war, die diesen durchaus ungewöhnlichen Weg beschritten hatte, ihre finanzielle Misere in den Griff zu bekommen. Seitdem Firmengründer Lionel Martin 1914 seinen eigenen Nachnamen etwas gewaltsam mit der ersten Hälfte des Ortsnamens Aston Clinton – Schauplatz eines Bergrennens – zusammengebogen hatte, war das Unternehmen nie auf Rosen gebettet gewesen. Schließlich drohte der Zusammenbruch, in dem Maße, in dem Brown während des Krieges vor allem durch den Bau von Traktoren ein steinreicher Mann geworden war.

Im Februar 1947 kaufte er den kränkelnden Betrieb, der sich in Feltham in der Grafschaft Middlesex eingemietet hatte, für 20000 Pfund Sterling und erstand wenig später für 52500 Pfund die Nobelmarke Lagonda, ausschließlich ihres Fabrikgeländes in Staines.

Er fand eine Reihe von passionierten Autobauern vor, den Chassisspezialisten Gordon Sutherland und den Motoren-Ingenieur Claude Hill bei Aston Martin, dessen Kollegen W. O. Bentley sowie den Karosseriedesigner Frank Feeley bei Lagonda.

Bentley hatte einen Reihensechszylinder von 2580 cm³ mit zwei obenliegenden Nockenwellen konstruiert, während die Mitgift aus Feltham in dem Tourenwagen Atom bestand. Seine Vierzylinder-Maschine von 1970 cm³, deren Konzeption 1944 begonnen hatte, war eine Kreation Hills. Sein entsprechend verstärkter Fachwerkrahmen, der Chassis und Karosserieträger zugleich bildete, schien Brown eine gute Grundlage für einen Sportwagen zu sein, dessen Fertigung er in die Wege zu leiten gedachte, ein Drophead Coupé, das in der Tat zwischen dem September 1948 und dem Mai 1950 die bescheidene Stückzahl von 14 Exemplaren – dazu kam eine Limousine – erreichte.

Die Vorderräder hingen an zwei Kurbellängslenkern mit Schraubenfedern und einem Panhardstab. Die Hinterachse war 4,1:1 (wahlweise 3,9:1) untersetzt, und die 90 PS beziehungsweise 95 PS (bei einer Kompression von 8,5:1) von Claude Hills Stoßstangenmaschine wurden über ein Vierganggetriebe aus eigener Produktion an die Antriebsräder weitergegeben.

Seiner Samariterrolle und des eigenen Anteils an dem neuen Auto wohl bewusst, fügte Brown dem altehrwürdigen Markennamen seine Initialen DB an. Die Werksnummer 1 wurde indessen erst von späteren Chronisten nachgereicht – der Vollständigkeit halber.
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