Mit 390 km/h hatte der Koenigsegg CC8S den McLaren F1 als schnellstes straßenzugelassenen Fahrzeug der Welt abgelöst, doch der Rekord hielt nur acht Monate.
„Mit vollen Hosen ist gut stinken“, denn der Bugatti Veyron, der dem Koenigsegg den Geschwindigkeitsrekord mit einer neuen, knapp über 400 km/h liegenden Bestmarke wegschnappte, verfügt mit 1001 PS über ein gewaltiges Potenzial. Dem vom Ford Mustang stammenden V8-Triebwerk 655 PS abzutrotzen, verdient dennoch Beachtung ( im CCR mit Rotrex-Bi-Kompressor sind es sogar üppige 806 PS ). Als Christian von Koenigsegg 2000 den Prototyp seines ehrgeizigen, 1994 begonnenen Projektes präsentierte, war die schwedische Auto-Industrie und seine Zulieferer von diesem Imageträger für die Produkte aus dem skandinavischen Land begeistert und sagten prompt weitere Unterstützung zu. Bereits 2002 erfolgte die Auslieferung des ersten Kundenfahrzeuges.
Hilfsrahmen aus Stahl vorn und Aluminium im Heck ergänzen die Struktur des Chassis aus Carbon- und Kevlar-Komponenten. Diese modernen Werkstoffe kleiden den CC8S ein: Eine Gewandung, die im Windkanal aerodynamischen Feinschliff erhielt und auf ausgeprägtes Spoilerwerk verzichten kann. Das gedrungene Mittelmotor-Coupé mit herausnehmbarem Dachteil wiegt mit leerem Tank lediglich 1170 Kilo. Davon entfallen 210 Kilo auf den Motor, der mit seiner Basis nicht mehr viel gemein hat. Ob Titan oder spezielle Aluminium-Legierungen, Koenigseggs Triebwerke sind auch materialmäßig ein technischer Leckerbissen. Dazu ein Drehmoment-„Sahnehäubchen“ von 750 Newtonmetern bei 5000 Touren!
Die Kraft dieses schwedischen Supersportwagens wird über ein spezielles Cima-6-Gang-Getriebe übertragen und macht sich mit eine Beschleunigung von knapp 3,5 Sekunden auf Tempo 100 bemerkbar. Zum Herunterbremsen von 100 km/h bis zum Stillstand benötigt der CC8S 32 Meter. Das Servo-unterstützte Bremssystem ( 6-Kolben-Aluminium-Bremssättel vorn, vier Kolben hinten ) wurde von Koenigsegg weiterentwickelt.
Die Magnesium-Aluminium-Räder sind mit Michelin Pilot Sport 2 ( 255/40 ZR 18 vorn und 335/30 ZR 20 hinten ) bestückt, genau die richtigen Walzen für den Geschwindigkeits-Rausch bis 390 Stundenkilometer, Um diesen zu erleben, muss man wohl die Runway eines Flughafens oder die Hihgspeed-Piste von Nardo mieten. Die auch innen bestens ausgerüstete Flunder – Lederinterieur, Klima-Automatik, CD-Player mit tollem Soundsystem und sogar wohlsortiertem Bordwerkzeug – kostet rund 530.000 Euro. Eine stolze Summe für einen äußerst sicheren Super-Sportwagen, wie vom schwedischen Autoliv-Crash-Test-Center attestiert wird.