Als das Coupé auf Z3-Basis 1997 debütierte, gestand selbst BMW-Chefdesigner Christopher Bangle: “Love it or leave it“. Und der divergierende Geschmack drückt sich letztlich auch in den Verkaufszahlen aus, denn angesichts von 280.000 verkauften Z3-Roadster nahmen sich die 18.000 Coupé-Bestellungen mit kleinem M-Anteil recht bescheiden für einen Groß-Serien-Sportwagen aus. Der hintere Überhang spricht eben Individualisten an, wie seinerzeit der MGB GT oder Volvos Sport-Combi P1800 ES. Dank des festen Daches gibt sich das Coupé natürlich verwindungssteifer und damit auch ruhiger bei Lastwechseln. Unterstützt von dem sorgsam abgestimmten M-Fahrwerk beweist das gut ausbalancierte Coupé fahrdynamische Qualitäten, selbst bei extremen Querbeschleunigungen.
In der ersten Auflage ( 1998-2000 ) verfügte der 3,2-Liter-Reihenmotor über 321 PS, zu denen sich in der zweiten Serie ( 2000-2002 ) durch geringfügige Hubraumvergrößerung von 3201 ccm auf 3264 ccm vier PS addierten. Eigentlich hätten es sogar 343 PS sein können, doch die Motorraum-Enge im Coupé erlaubt nicht die optimale Krümmerführung wie in der M3-Limousine. 5,4 Sekunden Beschleunigung von 0 auf 100 km/h für das etwas skurrile, 1390 Kilo schwere Gefährt sind auch heute noch ein durchaus akzeptabler Wert. Äußerlich unterscheidet sich das M-Coupé vom Z3 Coupé 3.0i durch die markante Spoilerlippe, vier Auspuff-Endrohre, 17-Zoll-Aluräder, genannt „RoadStar-Design“, und den Renn-Rückspiegel auf der Fahrerseite.
Sportlichkeit dominiert im Cockpit mit tief und fast vor der Hinterachse positionierten Schalensitzen, kurzem Leder-Schaltknauf und dem griffigen Sportlenkrad mit M-Symbol. Funktionell auf der breiten Mittelkonsole verteilte Bedienelemente und klar gegliederte Armaturen gehören zu den Positiva aller Z3-Modelle. Auch wenn das Coupé nicht jedermanns Geschmack trifft, originell ist es allemal.