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Yes Roadster
Debüt 1999
Technische Details
Hersteller Yes
Baureihe Yes Roadster
Typ Roadster
Bauzeit ab 2001
Motor 4 Zylinder 4R Turbo
Hubraum 1781 cm³
Bohrung/Hub 81 / 86 mm
Leistung 286 PS / 210 KW
bei 5.900 U/min
Gewicht 830 kg
Leistungsgewicht 2.9 kg / PS
Vmax264 kmh





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Yes Roadster

Mit dem Diplom der Fachhochschule für Fahrzeugtechnik Köln in der Tasche sagten sie ja zur Verwirklichung ihrer innovativen Design-Ideen in Form einer Selbstverwirklichung: ein Ja zur Produktion eines von ihnen entwickelten Sportwagens im Autoland Deutschland auf eigene Faust. Herbert Funke und Philipp Will bauten in Rheinbach bei Bonn einen Prototyp auf und nannten ihn „Yes“. Bei aller Bejahung: Dieses Kürzel steht für ihr Produkt, den „young engineers sportscar“. Nach erfolgreichem IAA-Debüt 1999 wurde eine Kleinserie ins Auge gefasst. Den geeigneten Platz für die Fabrikation fand die inzwischen gegründete Funke & Will AG auf dem ehemaligen sowjetischen Militärflugplatz Großenhain bei Riesa in Sachsen. Das mutige Duo, 2002 in Chicago mit einem Design-Preis ausgezeichnet, bewies auch unternehmerische Qualitäten, die 2004 mit dem Deutschen Gründerpreis honoriert wurden. Der „Yes“, von dem 50 Mitarbeiter 50 Exemplare pro Jahr in einem ehemaligen Hangar fertigen, ist nicht gerade „instrumentenflug-tauglich“, er ist für „Tiefflüge“ bei schönem Wetter konzipiert.

Nachdem Stoffverdeck, Seitenscheiben und Windschott in einem Fach , das für Koffer ohnehin zu klein wäre, verstaut sind, müssen zum Einstieg die Luken hochgehoben werden. So kann der „Jump“ ins Cockpit über die seitlichen Verstrebungen erfolgen. Kleine Reisutensilien müssen hinter die Schalensitze geklemmt werden, und im Alu-Staufach der Mittelkonsole finden Pass, Straßenkarte und Sonnenbrille Platz. Wer mehr mitnehmen will, muss sein Bündel auf den Gepäckträger über dem Heckmotor schnallen. Diesem Audi-1,8-Liter-Vierzylinder mit 20 Ventilen haucht der Turbolader 286 PS ein, begleitet von einem maximalen Drehmoment von 350 Newtonmetern. Bei lediglich 830 Kilo Leergewicht ist eine Beschleunigung von 0 auf 100 Stundenkilometer in 4,2 Sekunden kein Problem. Bis Tempo 200 vergehen freilich 17,9 Sekunden. Konventionell wie das 5-Gang-Schaltgetriebe ist auch das Sportfahrwerk ohne elektronische Hilfen. Angesichts des kurzen Radstandes und nicht nennenswerter Überhänge ist der Yes ziemlich wendig. Ihn wirklich schnell zu bewegen, erfordert allerdings einen Könner am Volant, zumal die wirksame Brembo-Bremsanlage kein ABS besitzt.

Zum puristischen Fahrvergnügen passt die Unterbringung von nicht unbedingt erforderlichen Dingen wie Radio oder Gebläseknöpfen hinter einer Klappe, die man eigentlich dem Handschuhfach zuordnen würde. Wem der Fahrtwind nicht als Begleitmusik genügt, muss eben einen Beifahrer als „Radiologen“ mitnehmen. Jenseits von Tempo 200 bis zur Höchstgeschwindigkeit von 264 km/h wird die Kommunikation etwas schwierig in diesem pfiffigen Auto. Für Wettbewerbs-zwecke kann es auch mit einem 2-Liter-Turbo, der 340 PS zu leisten vermag, ausgerüstet werden. Yes für Individualisten, ein „No“ für Preisfuchser! Vergleiche mit dem gut 25.000 Euro billigeren Audi TT quattro Sport sollte man lieber nicht anstellen.

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