Nach den schweren Luftangriffen der Royal Air Force in der Nacht des 14. Februar 1943 und am 13. August desselben Jahres auf das Alfa-Romeo-Werk in Portello zog sich die Belegschaft ins Exil des Örtchens Melzo am Ortasee 80 Kilometer nordwestlich von Mailand zurück.
Dort konzipierte man einen neuen Wagen, den Gazella, der dem Werk nach dem Krieg wieder auf die Beine helfen sollte. 1945 indessen fand man 60 Prozent des Fabrikgeländes in Trümmern vor, unter ihnen die Maschinen, die für den Bau des neuen Fahrzeugs bestimmt gewesen waren. Folglich musste Alfa Romeo auf ein Vorkriegsmodell zurückgreifen, den 6C 2500, von dem noch 1943 91 Exemplare und selbst 1945 deren drei die Werkhallen verlassen hatten. Inmitten des zögernd anlaufenden Wiederaufbaus entstanden 1946 80 Tourenwagen dieses Typs, 68 Sport-Modelle sowie 14 zweisitzige Coupés und Cabriolets praktisch unverändert, abgesehen von einer Lenkradschaltung, wie sie für den Gazella vorgesehen war.
1947 erschien der 6C 2500 in gründlich überarbeiteter Form als Turismo- und Sportversion. Letztere erhielt den Namen Freccia d’oro.
Ihr Chassis wurde auch von Touring, Boneschi und den Stabilimenti Pinin Farina mit Aufbauten versehen, nachdem diesen die mechanischen Komponenten zugestellt worden waren. Daneben gab es, ebenfalls auswärts karossiert, eine Super-Sport-Spielart mit 2700 mm Radstand (sonst 3000 mm).
Die Maschine des 6C 2500 war ein Reihensechszylinder, nach Art des Hauses mit zwei obenliegenden Nockenwellen, und leistete im Freccia d’oro 90 PS. Auch das Fahrwerk knüpfte an Früheres an: Einzelradaufhängung vorn und hinten, vordere Doppellängslenker, hintere Pendelachse mit Längslenkern und Torsionsstäben System Auto-Union/Porsche, wie man es bei Alfa Romeo bezeichnete.
Die Karosserie des Goldpfeils wirkte mit ihrer langen Motorhaube, den ebenfalls langen und sanft abfallenden Kotflügeln und dem runden Heck sportlich und windschlüpfig.