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Fiat Coupé 20V Turbo
Debüt 1993
Technische Details
Hersteller Fiat
Baureihe Coupé
Typ Coupé 20V Turbo
Bauzeit 1993 - 2000
Baujahr 1999
Motor 4 Zylinder Reihenmotor
Hubraum 1998 cm³
Bohrung/Hub 82 / 75.65 mm
Leistung 220 PS / 162 KW
Gewicht 1310 kg
Leistungsgewicht 5.95 kg / PS
0 - 100 km/h 6.5s
Vmax250 kmh





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Fiat Coupé 20V Turbo
Es ließ nach 14jähriger Abstinenz eine Tradition wieder aufleben, die 1933 genau 60 Jahre zuvor mit der Balilla Berlinetta begonnen und Vorfahren wie die kupierten Versionen des 2300 (1961), des Dino (1967), des 124 (im gleichen Jahr) und des 128 (1971) hervorgebracht hatte. Von einer "Rückkehr zur Emotion" sprach Fiat-Auto-Chef Paolo Cantarella bei der Vorstellung des Coupés im November 1993 und nahm damit bereits ein Modewort des bevorstehenden dritten Jahrtausends vorweg.

In der Tat war die Linie des 2 2-Sitzers, entworfen vom firmeneigenen Centro Stile, während Pininfarina für die Innenausstattung und die Produktion verantwortlich zeichnete, direkt an den Bauch adressiert. Je nach Gusto bereitete sie Genuss oder Verdruss, erfreute in jedem Fall aber durch eine Reihe von pfiffigen Details. Typisch waren die Verquickung von alten und avantgardistischen Elementen zu einem rundlichen Ganzen sowie ein massiver Rumpf mit betont stämmigem Heck unter einem grazilen Dachaufbau mit großzügiger Verglasung, all dies auffällig solide verarbeitet.

Die Doppelbeulen, zu denen sich die Abdeckungen über den Scheinwerfern aufwarfen, zitierten Gepflogenheiten der Carrozzeria Zagato, ein Tankdeckel mit Schnellverschluss Parallelen von der Piste. Zwei hoch in den B-Säulen placierte Griffe bewahrten Türen und Hinterviertel vor Schmutzschlieren und eröffneten den Zugang zu einem überwiegend schwärzlichen Interieur von abgeklärter Eleganz. Vier Personen sollten sich darin wohlfühlen, aber den vorn Sitzenden ging es naturgemäß besser. Das lag an den wohlgeformten Einzelsitzen und einem vergleichsweise luftigen Raumgefühl, aber auch an dem appetitlichen Anblick des Armaturenbretts mit vier schlichten Rundinstrumenten, die in einem in Wagenfarbe lackierten Kunststoffstreifen eingebettet waren.

Die Technik stammte durchweg aus dem Konzernbaukasten. Das galt zum Beispiel für die Plattform, dem Butter- und Brotauto Stilo entlehnt. Die Räder waren einzeln aufgehängt, vorn mit Querlenkern und McPherson-Federbeinen, hinten mit Längslenkern, Schraubenfedern und Teleskopdämpfern. Mit dem Fiat Coupé erwarb man ein ungemein sicheres Auto: Tester sämtlicher Fraktionen bescheinigten ihm ein weitgehend neutrales Fahrverhalten, gesunde bis rüde Härte beim Umgang mit seinen Insassen, eine präzise Servolenkung und hervorragende Bremsen ohne jegliches Fading.

Das galt ebenso für die Palette der Motoren. Als Kraftquellen wirkten ursprünglich zwei auch anderweitig in der Fiat-Familie und beim Vetter Lancia tätige Sechzehnventiler von 1995 cm³ und 139 PS beziehungsweise 190 PS in der Topversion Turbo Plus. Sie klangen kernig, aber wenig sportlich, und zwei gegenläufige Ausgleichswellen erzogen ihnen eine akzeptable Laufkultur an. 1996 hielten drei neue Triebwerke Einzug unter der rasch abfallenden Motorhaube, nämlich der Vierzylinder aus der parallel gefertigten Barchetta mit 1747 cm3 und 131 PS sowie ein Fünfzylinder mit einem Volumen von 1998 cm³, der als Sauger 154 PS, in einer turbogeladenen Variante hingegen 220 PS bereitstellte. Diese ging ab 3000/min mit wahrlich imponierendem Schub zur Sache und machte aus dem Coupé 2.0 20V Turbo den schnellsten Serien-Fiat aller Zeiten mit einer Spitze von 250 km/h und bloßen 6,2 Sekunden für den Ausflug auf Tempo 100. Für solche Eskapaden zeigte er sich gleichwohl bestens gerüstet durch ein Ausgleichsgetriebe mit begrenztem Schlupf namens Viscodrive und Bremsen mit Vierkolbensätteln von Brembo. Ein Sechsganggetriebe gab es zunächst nur für die Sonderauflage 20 V Turbo Limited Edition von 1998 und später für alle geladenen Modelle.
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