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Aston Martin DB5 Drophead Coupé
Debüt 1963
Technische Details
Hersteller Aston Martin
Baureihe DB5
Typ DB5 Drophead Coupé
Bauzeit 1963 - 1965
Baujahr 1964
Motor 6 Zylinder Reihenmotor
Hubraum 3995 cm³
Bohrung/Hub 96 / 92 mm
Leistung 282 PS / 208 KW
Gewicht 1465 kg (leer)
Leistungsgewicht 5.2 kg / PS
0 - 100 km/h 8.1s
Vmax227 kmh





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Aston Martin DB5 Drophead Coupé
Durch "Goldfinger" brachte es der Aston Martin DB5 zu Filmruhm – als Streifenwagen des im Auftrag Ihrer britischen Majestät minnenden und meuchelnden Superagenten James Bond, Chassisnummer 007. Allerdings hatte man dem Hansdampf in allen Betten elementares und ansonsten nicht einmal gegen Aufpreis erhältliches Arbeitsgerät an die Hand gegeben: Mit einem Schleudersitz konnte er unliebsame Mitfahrer buchstäblich hinausschmeißen. Zwei Maschinengewehre im Bug sorgten in brenzligen Situationen tatkräftig für freie Bahn, während die Geschosse gegnerischer Maschinenwaffen von einem im Heck ausfahrbaren Stahlschild abperlten wie Knallerbsen. Hatten die Schurken selbst dann noch nicht die Nase voll, konnte der legere Strahlemann sie vermittels etlicher Ölsprühdüsen ins Ab- und Jenseits glitschen lassen.

Aber auch ohne dergleichen militante Zusatzausstattung war das Edel-Requisit ein bemerkenswertes Auto. Es ähnelte den Serie-5-Versionen des DB4 mit seinen in die Kotflügel integrierten zurückversetzten Scheinwerfern aufs Haar. Unter der Fronthaube indessen entfachte der Reihensechszylinder des Lagonda Rapide mit 3995 cm³ 282 PS, die dank eines wuchtigen Drehmoments frühzeitig abgerufen werden konnten. Nicht weniger als vier Getriebe standen zur Wahl: die hausgemachte David-Brown-Viergangschaltung, gegebenenfalls mit Overdrive, ein ursprünglich für den Maserati 5000 GT entwickeltes Fünfganggetriebe der Zahnradfabrik Friedrichshafen (ab Chassis 1340 serienmäßig) und eine Automatik von Borg Warner.

Zwischen dem Oktober 1963 und dem Oktober 1965 wurden 1150 DB5 aufgelegt, davon 123 Drophead Coupés. Für Leute, die sich mit der Standard-Maschine untermotorisiert fühlten, folgte im September 1964, wie üblich, eine Vantage-Variante, für deren 325 PS vor allem eine Batterie von drei Weber-Doppelvergasern (sonst SU-Horizontalvergaser) verantwortlich war. Die letzten 37 Chassis wurden vom August 1965 bis zum November 1965 mit etwas verkürztem Radstand und einem Convertible-Aufbau als Modell Volante ausgeliefert. Zeitgenössische Tester priesen den DB5 als viriles Automobil, beklagten, dass man es nicht mit ausgestreckten Armen fahren könne, und zeigten sich erstaunt über die Geschwindigkeit, mit der sich die Seitenfenster elektrisch auf- und abbewegen ließen.

Die Bedienungsanleitung empfahl, den Wagen so lange mit Samthandschuhen zu behandeln, bis man sich an seinen hohen Leistungsstandard gewöhnt habe. Dies hielt Ex-Rennfahrer Innes Ireland, der Ende der siebziger Jahre eine Zeitlang im südenglischen Alton gebrauchte Aston Martin an den Mann brachte, nicht davon ab zu bemerken, der DB5 sei ein nettes Familienauto, vielleicht ein bisschen schneller als die anderen, während Gregor Grant, Redakteur der Fachzeitschrift Autosport, vor allem die Effektivität der servounterstützten Girling-Scheibenbremsen herausstellte, die Bezeichnung Sports-Saloon indessen angewidert ablehnte – der DB5 sei ein klassischer Gran Turismo.

Um dem Raumbedarf seiner waidmännischen Ausrüstung zu genügen, ließ sich Firmenchef David Brown bei Radford & Cie. auf der Basis des Coupés einen Kombiwagen mit dem Namen Shooting Brake aufbauen, der anschließend für elf weitere Freunde der Jagd in einer winzigen Serie multipliziert wurde – der schnellste und exklusivste Station Wagon der Welt…
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