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Ferrari 250 GT Spider California
Debüt 1958
Technische Details
Hersteller Ferrari
Baureihe 250GT
Typ 250 GT Spider California
Bauzeit 1958 - 1963
Baujahr 1961
Motor 12 Zylinder Colombo
Hubraum 2953 cm³
Bohrung/Hub 73 / 58.8 mm
Leistung 280 PS / 206 KW
Gewicht 1050 kg
Leistungsgewicht 3.75 kg / PS
Vmax248 kmh





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Ferrari 250 GT Spider California
Die Italiener, verwunderte sich die amerikanische Publikation Sports Cars Illustrated in ihrer Septemberausgabe 1959, hielten offenbar die Verteilung automobiler Schönheit in Erbpacht. Im Sinn hatte man dabei vor allem den Ferrari 250 GT Spider California. Die Denkanstöße für seine Konzeption gingen von Luigi Chinetti aus, Ferrari-Statthalter in New York, und John von Neumann, dem Repräsentanten des italienischen Hauses an der Westküste.

Seit Mitte 1957 war ein etwas schwerblütigeres und luxuriöseres 250 GT Cabriolet von Farina auf dem Markt. Zu diesem würde man mit dem Spider in direkte Konkurrenz treten. Die Idee: ein offenes Leichtgewicht zu schaffen auf der Basis des Berlinetta Tour de France, verwendbar wie jener auf der ganzen Brandbreite zwischen dem sanften Dahinrollen auf einem Küstenboulevard und dem Stahlgewitter der Piste.

In der Tat ähnelte der Spider dem Berlinetta vom Gürtel an abwärts frappant, wenn auch das Fehlen des Dachs Retuschen an Windschutzscheibe und Kofferraumdeckel bedingte. Letzterer bestand aus Aluminium wie auch die Türen und die Motorhaube. Für das Design zeichnete, wie bei der geschlossenen Version, Pinin Farina verantwortlich. Die Ausführung besorgte, wie für diese, Scaglietti in Modena, und zwar in Schüben: zwischen dem Dezember 1957 und dem Februar 1960 (etwa 47 Exemplare) und vom Mai 1960 bis zum Februar 1963 in einer Auflage um die 50. Formell angekündigt wurde der Spider California auf der jährlichen Pressekonferenz Enzo Ferraris am 9. Dezember 1958.

Die zweite Generation entstand wiederum in Analogie zu einem Berlinetta, jenem 250 GT, der auf dem Pariser Salon im Oktober 1959 vorgestellt wurde. Sie beschränkte sich diesmal auf den technischen Bereich. Bei beiden Fahrzeugen war der Radstand von bisher 2600 mm auf 2400 mm gekürzt. Beide hatten Scheibenbremsen. Die Zündkerzen beider steckten in den Flanken des V, zu dem sich die Zylinderreihen zusammenfanden, und nicht mehr wie bisher häufig in dessen Innenseiten. Mit 280 PS wies der Katalog 30 Mehr-PS aus als beim Vorgänger, von dem sich der neue Spider äußerlich kaum abhob. Flink und wendig, war er geradezu für Wettbewerbe präsentiert, was eine aufmerksame Promotion auch gebührend herausstrich.

Was in dieser Beziehung in ihm steckte, zeigte zum Beispiel die Equipe Bob Grossman/Fernand Tavano, die das 24-Stunden-Rennen von Le Mans am 21. Juni 1959 an fünfter Position beendete, mit dem Leichtmetall-California des North American Racing Teams. Aber die meisten Kunden gefielen sich eher in der Rolle dessen, der könnte, wenn er nur wollte, oder scheuten sich, ein so attraktives Auto den Stößen und Knüffen der Rennbahn auszusetzen. Es war geschaffen für die blaugoldene Sonnenseite des Lebens – nicht nur geographisch gesehen.

Der Regisseur Roger Vadim fuhr eines und sein Star Brigitte Bardot ebenso wie die Schriftstellerin Françoise Sagan, letztere barfuss, wie es hieß, um ihm näher zu sein. Unverwechselbarkeit wurde gleichsam mitgeliefert, denn kein Spider glich völlig dem anderen, ob nun die Scheinwerfer abgedeckt waren oder ganz ans Ende der Kotflügel rückten, und in vielen anderen Details…
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