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Maserati 3500 GT (Touring)
Debüt 1957
Technische Details
Hersteller Maserati
Baureihe 3500GT, Derivate
Typ 3500 GT (Touring)
Bauzeit 1957 - 1964
Baujahr 1962
Motor 6 Zylinder Reihenmotor
Hubraum 3485 cm³
Bohrung/Hub 86 / 100 mm
Leistung 235 PS / 173 KW
Gewicht 1350 kg (leer)
Leistungsgewicht 5.74 kg / PS
0 - 100 km/h 7.2s
0 - 160 km/h 19s
Vmax235 kmh





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Maserati 3500 GT (Touring)
Schon 1956 begann der Ingenieur Giulio Alfieri, der im Herbst des Jahres zuvor zu Maserati gestoßen war, den Zweinockenwellenmotor des Rennsportwagens 350 S für eine zivile Verwendung zu präparieren. Der Stammbaum des Sechszylinders wurzelte in den Zweiliteraggregaten, mit denen die Formel-2-Monoposti der Firma 1952 und 1953 um die Weltmeisterschaft stritten, und verästelte sich bis in die um 500 cm³ aufgebohrten Maschinen für die seit 1954 aktuelle Formel 1.

226 PS leistete die Version im Prototyp 3500 Gran Turismo, und die Besucher der Genfer Autoshow konnten sich ab 20. März 1957 davon überzeugen, dass es dem Fabrikat mit dem Trident im Wappen nun ernst mit der Absicht sei, auf die Straße zu gehen. Mit seinem Fahrwerk befolgte man die damals üblichen Richtlinien für Wagen seines Kalibers.

Den Rahmen bildeten Längsträger aus Hohlprofilen. Die Räder waren vorn einzeln an Trapez-Dreieckquerlenkern und Schraubenfedern, hinten an einer Starrachse mit Halbelliptikfedern aufgehängt. Zu einem vollsynchronisierten Vierganggetriebe und der Lenkung mit Schnecke und Rolle von ZF gesellte sich eine Vielzahl von weiteren Teilen fremder Provenienz, etwa die Salisbury-Hinterachse mit sechs Untersetzungen zur Wahl, Girling-Trommelbremsen oder Borrani-Räder.

Über diesem Sinnbild friedlicher Koexistenz erhob sich ein zweitüriger Coupéaufbau von Touring aus Leichtmetall entsprechend dem patentierten Superleggera-Prinzip der Mailänder Carrozzeria. Freudig begrüßt von einer traditionell patriotisch gestimmten Presse und mit nunmehr 230 PS unter der Haube machte der 3500 GT seine italienische Aufwartung beim Turiner Salon ein halbes Jahr später.

Nichtsdestoweniger exportierte Firmenchef Omer Orsi den Gegenstand vaterländischer Hochgefühle sehr rasch auch in die Vereinigten Staaten, wo er einen aufnahmefähigen und bereiten Markt witterte.

Die Fachzeitschrift Sports Cars Illustrated fühlte dem Exoten aus der Alten Welt im November 1958 auf den Zahn und ermittelte eine Höchstgeschwindigkeit von 209 km/h sowie 16,8 s für den Sprint auf die Viertelmeile. Im Übrigen attestierte man dem 1350 kg (trocken) schweren "Vier"plätzer gesunde Härte, gute Sitzposition, bereitwilliges Übersteuern im Grenzbereich und biestiges Benehmen bei Nässe.

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