Die Verlagerung der Maschine wirkte sich vorteilhaft für die Raumverhältnisse im Cockpit aus, um so mehr, als die jeweils zwei 6-Volt-Batterien aus ihrer Unterkunft hinter den Sesseln in Zellen unterhalb der vorderen Kotflügel evakuiert beziehungsweise dort gegen eine 12-Volt-Batterie ausgetauscht worden waren. Dabei sprangen im Coupé, dessen Dach man um 170 mm nach hinten verlängert hatte, und in der Drophead-Variante zwei Notsitze heraus, im Roadster zusätzlicher Platz für Gepäck, der sich in allen drei Modellen durch das Umlegen der Rückwand mit dem normalen Kofferabteil kombinieren ließ.
Boten geschlossene und Cabrioversion eine Menge Komfort, so wurde der offene Zweier bewußt naturbelassen, Jaguar pur sozusagen und das liebste Kind des nordamerikanischen Kunden, der auf Annehmlichkeiten wie etwa Kurbelfenster mannhaft verzichtete oder gar mit heruntergeklappter Frontscheibe am Wind segeln wollte, von der Gunst moderater Witterung und der Gloriole des harten Burschen umgeben.
Sein Armaturenbrett, steil stehend und nicht im Winkel wie zuvor, wurde in der Tat seinem Namen gerecht und entbehrte plan- und schmucklos des sonst üblichen Walnußzierats. Sehr viel vom Ambiente des XK 140 fing ein Fahrbericht der englischen Publikation The Autocar vom 9. Dezember 1955 ein. Bei dem Prüfling handelte es sich um ein Coupé mit dem potenzsteigernden C-Zylinderkopf und dem Overdrive von Laycock de Normanville, Kaufpreis 1830 Pfund, sieben Schillinge und elf Pence, wie das Blatt penibel vermerkte.
Natürlich pilgerte man nach Frankreich, magisch angezogen gleichermaßen von der Wildbahn der Routes Nationales und Le Mans, dem dieses Auto und damit die Nation soviel verdankte. Nachdem das Test-Team bei der Anreise auf belgischen Autobahnen die vergleichsweise bescheidene Höchstgeschwindigkeit von 208,4 km/h markiert hatte, befand man sich auf dem Rückmarsch in Rekordlaune. Der Start am Sarthe-Circuit erfolgte um 10.20 Uhr, die Zieldurchfahrt am Flugplatz von Le Touquet um 14.28 Uhr, trotz zweier kurzer Halte und obwohl es auf den letzten 90 Meilen regnete.
Wenn man den Overdrive eingeschaltet habe, sei der Jaguar wie mit Siebenmeilenstiefeln dahingeeilt, und wie ein Zaun seien die Pappeln beiderseits der leeren Alleen vorbeigehuscht.
Erstaunliches wusste man über den Komfort des Wagens zu berichten. Selbst bei Tempo 160 habe man sich in Zimmerlautstärke unterhalten können, trotz des unüberhörbaren Ansaugschlürfens der Maschine und sogar angesichts des Weinens der für diesen Trip aufgezogenen Rennreifen. Auch bei niedrigen Geschwindigkeiten sei die Aufhängung diskret mit rauhem Untergrund fertiggeworden, keine Spur von dem Zähneschnattern, das man gemeinhin mit Sportwagen assoziiere, und selbst bei 175 km/h über Kopfsteinpflaster habe der Beifahrer seine Notizen leserlich zu Papier bringen können.
Sogar die Bremsen, eigentlich ein notorischer Schwachpunkt des Wagens, wurden in das Lob mit einbezogen, einzige Beanstandung: die vorderen hätten gelegentlich gekreischt. So bestand der Kandidat denn auch summa cum laude – er sei eine wandelnde Reklame für die britische Automobilindustrie…