Ende dieses Jahres soll er präsentiert und Anfang 2007 erhältlich sein: Der neue Audi R8, dessen ersten Vorserien-Modelle bereits ausführlichen Testfahrten unterzogen werden. Da durfte die Nürburgring-Nordschleife natürlich nicht fehlen. Ungewöhnlich ist, dass der in Neckarsulm von 250 Mitarbeitern für die Audi Quattro GmbH produzierte Sportwagen völlig ungetarnt bei mehr als 30° Hitze seine Ring-Erfahrungen machte. „Wir wollen an unsere Motorsport-Erfolge anknüpfen und sie in die Serie übertragen“, hatte Audi-Vorstandschef Martin Winterkorn gesagt, als er grünes Licht zur Verwirklichung der Studie „Le Mans quattro“ gegeben hatte. Bei dieser Studie war die Motorisierung ( 5-Liter-Biturbo mit FSI-Direkteinspritzung, 610 PS und 750 Nm ) recht üppig ausgefallen. Mit der 345 km/h schnellen Rakete hätte man Lamborghini, die eigene Tochterfirma, fürchterlich brüskiert. Ergo verordnete das Marketing einen Mittelmotor mit reduzierter Leistung gegenüber den „Deutsch-Italienern“.
Als Einsteiger-Triebwerk ist der 8-Zylinder des Audi RS4 mit 420 PS bei 7800 Touren denkbar. Der V10 dürfte dann mit Rücksicht auf den Lamborghini Gallardo auf 500 PS limitiert werden. Auf Bedarf kann natürlich kräftig zugelegt werden. Eine bisher öffentlich noch nicht diskutierte Variante wäre der Einsatz eines Turbo-Diesel. Schließlich hat Audi damit in Le Mans 2006 Furore gemacht. Wie war das doch mit Winterkorns Statement hinsichtlich der Übertragung von Motorsport-Know-how in die Serie: Man darf gespannt sein!
autogericke.de / 19. Juli 2006